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"Schüler mit Wirkung" 3. Platz
Kinder und Mitarbeiter des Projekts Boxenstopp halten die Urkunde in der Hand

3. Platz für Boxenstopp beim Schülerwettbewerb "Schüler mit Wirkung".

Der im zweijährigen Turnus stattfindende Wettbewerb „Schüler mit Wirkung“ wurde 2012  zum dritten Mal ausgeschrieben. Insgesamt beteiligten sich 17 Schulen aus 10 Landkreisen mit 18 Projekten.

Den gesamten Bericht auf www.mbjs.brandenburg.de lesen.

 
Fernsehbeitrag zum Coolness-Training
Titelbild der Sendung pur+, ein Junge prügelt sich
Im Januar 2012 widmete die ZDF-Sendung pur+ sich dem Thema Wut und Gewalt. Der hier gezeigte Beitrag beschreibt das Coolness-Training des Projektes Boxenstopp.
 
Ministerin besucht Boxenstopp

Schülerversammlung bei Boxenstopp

Am 13.2.2012 besuchte die Brandenburger Ministerin für Bildung, Sport und Jugend, Martina Münch, das Projekt und informierte sich über die Arbeit. Schauen Sie sich das Video an.

 
Kontakt

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Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung

Portrait Peter Wagener

Peter Wagener
Leiter Fundraising
Telefon: (030) 6 66 33 10 44
E-Mail: p.wagener@caritas-berlin.de  

 
Kinder und Jugendliche  

Anti-Gewalttraining Boxenstopp 

Ein älterer Schüler im Gespräch mit jüngeren Mitschülern
"Wir für uns"
im Schülerclub Boxenstopp

"Früher war ich richtig brutal, ich hab mich dauernd geschlagen. Jetzt versuche ich, ruhig zu bleiben, wenn mich jemand anmacht oder nervt" sagt der zwölfjährige Arek C.

Früher, dass war vor dem Boxenstopp-Schulprojekt "Wir für uns – Eine Schule mit Identität ist eine Schule mit Zukunft“ der Caritas. Die Grundschule Schwärzesee in Eberswalde gilt als Brennpunktschule. Die Arbeitslosigkeit ist zweistellig, die meisten Familien leben von Hartz IV.

Voller Wut aus dem Wochenende

Montagmorgens kommen viele Kinder voller Wut und mit einem riesigen Packen familiärer Probleme aus dem Wochenende. Andauernde Störungen sind die Folge. "Am schlimmsten war es früher auf dem Pausenhof", sagt die Schulleiterin Anke Billing. "Da waren Prügeleien alltäglich. Die Älteren zogen die Kleinen ab. Da wurde das Taschengeld oder einfach das Pausenbrot von den Jüngeren erpresst", erzählt sie. "So ging es nicht mehr weiter."
Im Januar 2007 wurde ein Schülerclub gegründet. Besonders positiv und besonders negativ auffallende Mädchen und Jungen von den zweiten bis fünften Klassen kamen als Vertreter in den Club Boxenstopp.

Konsequentes Einhalten selbst aufgestellter Regeln

Die simpel klingende Idee war und ist es, eine Gemeinschaft zu bilden, die für sich selbst Verhaltensregeln definiert und absolut konsequent auf deren Einhaltung achtet. Etwa ein Dutzend Regeln gelten auf dem Schulhof, zusammen erarbeitet von Schülern und Lehrern. Unterstützt werden die Lehrerinnen und Lehrer während der Pausenaufsicht durch ein Team von Clubmitgliedern. Ein System von sieben Hierarchieebenen mit jeweiligen Privilegien innerhalb des Clubs spornt die Mitglieder ihrerseits an, durch positives Verhalten Punkte zu sammeln. Sie können sich vom "Neuling" über den "Tutor" bis zum "Ober-Repräsentanten" hinaufarbeiten. Der Status jedes Clubmitglieds ist dabei an der jeweiligen Farbe des T-Shirts ablesbar.

Über 40 der insgesamt 270 Schüler sind schon Mitglieder im Club. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Weniger Gewalt und Zerstörung, mehr Freizeitangebote und oft bessere Noten.

Gegen Gewalt und Aggressivität

Das Projekt Boxenstopp bietet ein spezielles Anti-Aggressivitätstraining an. Im Jahr 2000 als Bundesmodellprojekt gestartet, ist Boxenstopp inzwischen zu einem Markenzeichen für Anti-Gewalttraining geworden. Dr. Stefan Schanzenbächer hat einen besonderen Ansatz, in dem Gewalttäter mit den Folgen ihrer Tat konfrontiert werden. Sie lernen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Boxenstopp bietet im ganzen Land Brandenburg Kurse für Jugendhilfe, Justiz und Schule an. Stefan Schanzenbächer hat die Methodik in mehreren Fachbüchern und in einem Lehrfilm beschrieben. Er unterstützt Pädagogen, die etwas gegen Gewalt in der Schule tun wollen. Hier geht es darum, deutliche Grenzen zu ziehen, aber auch positiv auffallende Kinder so zu stärken, dass sie Störenfrieden gute Regeln entgegensetzen können.
Boxenstopp handelt nach folgenden Prinzipien:

Boxenstopp – Stoppt die Langeweile  

Schüler beim Kartrennen
Hier ist Langeweile Fehlanzeige:
Action auf der Rennpiste

Boxenstopp bietet eine qualifizierte spannende Freizeitgestaltung für Jugendliche: Das Kartracing. Boxenstopp trainiert das Fahren und Reparieren von Motor-Gokarts und ermöglicht Erfahrungen und Kenntnisse über Autos und Motorsport.

Boxenstopp – Stoppt die Gewalt, Stoppt die Fäuste

Boxenstopp trainiert junge Leute im gewaltfreien Umgang mit ihren Aggressionen. Wie kann man cool bleiben, wenn man vor Wut kocht? Wie kann man sich wehren, ohne zuzuschlagen? Wie kann man stark sein, ohne Schwächere fertig zumachen?

Boxenstopp – Stoppt falsche Freunde

Boxenstopp setzt auf Teamgeist und zeigt neue Wege in Gruppen und Cliquen. Boxenstopp trainiert den fairen Umgang mit anderen und macht deutlich, wie ein echtes Team funktioniert.

Hier geht es zur Website von Boxenstopp .

Weitere Infos zum Thema »Kinder und Jugendliche«