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Peter Wagener
Leiter Fundraising
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Arztmobil
Wo immer das Arztmobil steht, bildet sich schnell eine lange Schlange. Für mehr als 7000 Obdachlose in Berlin und Umgebung sind die Sprechstunden an der Straße die einzige Möglichkeit auf ärztliche Hilfe.
Marianne, 54 Jahre alt und seit vier Jahren obdachlos, ist von einem Hund gebissen worden. Die Wunde muss regelmäßig gesäubert und verbunden werden. "Ich hab doch keine Krankenversicherung und schon gar keine zehn Euro Praxisgebühr“, erzählt Marianne. "Außerdem schaut mich hier keiner komisch an, im Gegenteil. Die Ärztin kennt mich schon und hat immer ein liebes Wort für mich“, freut sie sich. Mit einem frischen Verband humpelt sie von dannen.
Das Caritas-Arztmobil befindet sich seit 1995 im Einsatz. Es ist ein Kleintransporter, der als einfacher Behandlungsraum ausgestattet ist. Die Patienten werden dort besucht, wo sie leben. Menschen, die auf der Straße leben, gehen in den seltensten Fällen zum Arzt. Doch sie werden sehr oft krank, da ihre Lebensbedingungen, gerade im Winter, sehr hart sind. Das Caritas-Arztmobil bietet eine medizinische Grundversorgung, aber auch darüber hinausgehende Hilfe.
Das Caritas-Arztmobil bietet an verschiedenen festen Standorten, wo sich Wohnungslose aufhalten (Notübernachtungen, Suppenküchen und Szeneplätzen im gesamten Stadtgebiet), die medizinische und pflegerische Basisversorgung unter Mitarbeit von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten an. Es ist außerdem besetzt mit einer Krankenschwester, einem Sozialberater und einem Zivildienstleistenden. Ein Einsatzplan für den Winter 2009 / 2010 kann hier heruntergeladen werden.
Im Jahre 2008 wurden 1.675 Konsultationen durchgeführt. Die Zahl der Patienten belief sich auf 666. Im Sommer ist eine Ärztin
auch mit dem Fahrrad unterwegs. Da sich viele Menschen ohne Wohnung in Parks und unter Brücken aufhalten, sind sie mit dem
Fahrrad besser ereichbar. Manche schaffen es auch gar nicht mehr zum Arztmobil. So kann die Ärztin eine Notversorgung vor
Ort durchführen.
Weitere medizinische Versorgung von Obdachlosen
Seit August 2003 ist die soziale Beratung fester Bestandteil. Dadurch kann für viele wohnungslose Menschen wieder ein Zugang
zu den regulären Hilfeangeboten ermöglicht werden. Im Jahr 2008 sind 711 Menschen beraten worden.
628 Menschen sind ärztlich und pflegerisch versorgt worden. Es wurden insgesamt 2429 Behandlungen durchgeführt. Seit dem Jahr
2008 werden die Ärzte der Ambulanz zusätzlich durch einen Orthopäden und eine Hautärztin unterstützt.
