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Focus-Reportage von Carin Pawlak

Leyla fängt von vorne an

Als Kind kommt sie aus der Türkei, fügt sich schnell ein. Dann heiratet sie - und ihr Mann prügelt sie zurück in die Gesetze seiner Macho-Kultur. Sie flieht in das Berliner Frauenhaus der Caritas. Jetzt wagt sie ihr zweites deutsches Leben.

Wie es Leyla gelingt, sich ihre Freiheit zurückzuerobern, lesen Sie hier

 
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Portrait Petger Wagener

Peter Wagener
Leiter Fundraising
Telefon: (030) 6 66 33 10 44
E-Mail: p.wagener@caritas-berlin.de

 

 
Frauen  

Frauenhaus – Stark sein  

Ein Mädchen bemalt eine Scheibe mit bunten Windowcolors
Schutz und Geborgenheit
für Frauen und ihre Kinder

Jana (7 Jahre) hat immer wieder ansehen müssen, wie ihre Mutter geschlagen wurde. Jedes Mal hat sie sich verkrochen und sich schuldig gefühlt, weil sie nicht helfen konnte. Sie zog sich immer mehr zurück. In der Schule fiel sie auf, weil sie kleinere Kinder bedrohte.

Endlich floh ihre Mutter ins Frauenhaus. Dort finden beide Schutz und Ruhe. Seit sieben Wochen leben sie hier. Jana macht erhebliche Fortschritte. Eine Kunsttherapeutin hilft ihr und anderen Kindern mit ähnlichen Erlebnissen, die brutalen Erfahrungen zu verarbeiten.

Stark Sein

Ohne Hilfe würden Kinder, die in der Familie so viel Gewalt erlebt haben, sehr wahrscheinlich selbst als Erwachsene gewalttätig gegenüber anderen werden. "Stark Sein“ heißt das kostenlose kunsttherapeutische Angebot. Kinder finden hier einen Weg, sich auszudrücken, ihre Ängste und Gefühle zu verarbeiten. Sie lernen, sich wieder selbst und anderen zu vertrauen.
Auch Janas Mutter kommt im Frauenhaus zur Ruhe und kann überlegen, wie es für beide weiter gehen kann. Zurück will sie auf keinen Fall.

Verantwortung und Anerkennung

Rund 50 Frauen und Kinder können aufgenommen werden. Die Schutz suchenden Frauen können in Ruhe und mit fachkundiger Begleitung überlegen, wie es weitergehen soll in ihrem Leben. Außerdem gibt es den Kindermittagstisch. Gemeinsame Mahlzeiten, selbst zubereitet, sind für viele Kinder ein neues und schönes Erlebnis.
Die Frauen werden ermutigt, Eigeninitiative zu entwickeln und übernehmen Verantwortung im Haus. Viele merken, dass sie mehr können als sie sich je zugetraut haben. Sie bekommen zum ersten Mal Anerkennung.
Das Frauenhaus ist rund um die Uhr geöffnet und nimmt jede Schutz suchende Frau mit ihren Kindern auf. Jährlich kommen 600 bis 700 Frauen und Kinder unter, durchschnittlich bleiben sie zwei bis drei Monate.

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