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Peter Wagener
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Migranten
 

Patenschaften für Migranten

Donnerstag, 15 Uhr 30: Ein Anruf aus einem Frauenhaus. Eine Frau aus Uganda, Aza, kürzlich von ihrem Mann verlassen, sitzt mit ihrem kranken Kleinkind allein in der Wohnung und ist verzweifelt: Sie kennt niemanden in der großen fremden Stadt und spricht kaum Deutsch.


Ein Fall für die Patenschaften für Migranten. Zum Glück ist Hoa bereit, sich um die Frau und ihr Kind zu kümmern.
Sie erledigt Einkäufe mit ihr, spricht ihr Mut zu, und geht mir ihr und dem Kind in den Zoo. Außerdem hilft sie ihr, Papiere zu sichten und begleitet sie auf  Behörden.
Neu an dieser Hilfe ist, dass Hoa aus dem Projekt „Patenschaften für Migranten“  selbst Migrantin ist, eine deutsch sprechende Vietnamesin. So hilft eine Vietnamesin einer Uganderin. Das ist Integrationsarbeit auf multinationaler Ebene.

Denn das ist das Ziel des Projektes, das mit Unterstützung des Migrationsdienstes der Caritas arbeitet: Die tägliche Integration zu befördern. Seit etwa zehn Jahren unterstützen zwischen zwölf und 20 Ehrenamtliche Migrantinnen und Migranten dabei, in Berlin heimisch zu werden. In letzter Zeit auch mit verstärkt mit Menschen, die selbst einen Migrationshintergrund haben.

Ehrenamtliche Betreuerin mit Kindern mit Migrationshintergrund
Integration ganz praktisch

Zur Zeit stellen 17 Ehrenamtliche im Alter zwischen 21 und 63 Jahren - Studenten, Lehrer, Angestellte, Journalisten - einige Stunden ihrer Zeit zur Verfügung, um denen zu helfen, die sich in ihrem neuen Lebensumfeld noch nicht zurechtfinden. Sie lernen Deutsch mit ihnen, unterstützen Kinder bei den Schularbeiten, begleiten auf Behörden und gestalten mit ihnen gemeinsam die Freizeit. Sie ermöglichen, dass Migrantinnen und Migranten besser zurechtkommen in ihrem neuen Lebensumfeld.