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Peter Wagener
Leiter Fundraising
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Demenz-Wohngemeinschaften
"Manchmal vergesse ich, was eben passiert ist. Dann ist es weg und will auch gar nicht wiederkommen. Aber in unserer Wohngemeinschaft ist das nicht so schlimm. Denn den Alltag regeln wir gemeinsam. Und ich hab die Beate. Die denkt an alles und hat jeden Tag gute Laune."
Angefangen hat es bei Hedwig B. ganz harmlos mit kleinen Vergesslichkeiten. Doch dann, als ihre Tochter sie nach einem Ausflug nach Hause brachte, fragte die alte Dame: "Wo sind wir denn hier? Dieses Haus habe ich noch nie gesehen." Hedwig B. leidet an Demenz – wie rund 50.000 Männer und Frauen in unserer Region. Ein Pflegeheim kommt weder für sie noch für ihre Tochter in Frage. Sie lebt in einer Demenz-WG der Caritas und liebt ihr neues Zuhause. Ihr Zimmer steckt voll schöner Erinnerungen. Der gemeinschaftliche Alltag tut ihr gut. "In meiner alten Wohnung war ich allein und hatte oft Angst. Hier weiß ich, dass immer jemand da ist und ich schnell Hilfe bekomme."
Auch ihreTochter ist froh. Als berufstätige Mutter hätte sie eine so gute Betreuung der Mutter nicht leisten können."Die WG der Caritas ist ein Geschenk für uns alle. Mutter lebt richtig auf. Mir helfen die Gespräche mit Angehörigen, die in einer ähnlichen Lage sind wie ich."
Entlastung für die Angehörigen
Wer einen Demenz-Patienten zuhause pflegt, trägt eine enorme Last und Verantwortung. Rund um die Uhr für einen verwirrten Menschen da zu sein, zu spüren, wie er oder sie mehr und mehr abbaut, das zehrt an körperlichen und seelischen Kräften. Darum bietet die Caritas pflegenden Angehörigen mit Betreuungsgruppen und einem Besuchsdienst die dringend nötige Entlastung.
Sieben Demenz WGs hat die Caritas in Berlin eingerichtet für insgesamt 70 Bewohner. Die Demenz-Patienten leben darin so selbständig
wie sie können und so lange sie möchten. Sie profitieren von der familiären Stimmung und können sich immer in ihr Zimmer zurückziehen.
Sie erfahren persönliche Nähe und professionelle Betreuung und Pflege nach Bedarf. Wir betreuen ihren Haushalt und bieten
ihnen auf ihre Bedrüfnisse abgestimmte Freizeitangebote.
Angehörige, die ihre dementen Eltern oder Schwiegereltern zuhause betreuen, werden durch Selbsthilfegruppen und Besuchsdienste
entlastet.
