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30 Unternehmensberater kümmerten sich einen Tag lang um Jugendliche
Autobetriebe, Banken, Chemiekonzerne. Eigentlich kümmern sich die Mitarbeiter der Unternehmensberatung Kienbaum um die Belange von Firmen und Dienstleistern in aller Welt.
Doch einen ganzen Tag lang ging es jetzt um die Probleme der Mitarbeiter und Besucherkinder des Lichtenberger Jugendzentrums „Magdalena“ in der Albert-Hößler-Straße. „Einmal im Jahr treffen sich Berater aus den verschiedenen Standorten in Deutschland“, erklärt die Düsseldorfer Beraterin Petra Buschbacher (26) das Engagement. „Und ein gemeinnütziger Einsatz gehört da jedes Mal dazu. Das hat im Unternehmen schon Tradition.“ Über die Caritas bekam sie den Kontakt zum Jugendtreff in dem Berliner Brennpunkt vermittelt.
Herbstolympiade statt Bankenfusion
Sie selbst betreut beruflich gerade die Fusion zweier Banken, doch jetzt versucht sie, den Überblick über den Punktestand bei einer kleinen Herbstolympiade zu behalten. Im Garten des Jugendtreffs haben die Kienbaum-Mitarbeiter für rund 20 Besucherkinder einen kleinen Parcours aus Büchsenwerfen, Stelzenwettlauf, einem Volleyball- und Fußballspiel aufgebaut.
Bereits morgens wurde der Garten winterfest gemacht und das Dach einer Schutzhütte repariert und eine Spende von 700 Euro legten die Helfer auch noch obendrauf: „Das ist für uns eine tolle Unterstützung“, sagt Svenja Daß (30), Leiterin des Jugendzentrums, „denn für solche Arbeiten fehlen sonst einfach die Mittel.“
Im Schnitt kommen 40 Lichtenberger Kinder aus den umliegenden Plattenbauten nachmittags in das Magdalena-Jugendzentrum, können
hier Hausaufgaben machen, werden von Sozialarbeitern betreut. Auf den Arbeitseinsatz folgte dann das Vergnügen in Form des
kleinen Sportturniers:
„Für die Kinder war das besonders toll“, sagt Magdalena-Betreuerin Anne Klabuhn (27). „Dass jemand von außerhalb kommt und
sich ihrer annimmt, das ist schon sehr bemerkenswert.“
(aus: B.Z.)
